Ahornsirup-Walnuss-Schnecken

Ahornsirup-Walnuss-Schnecken

Wie ihr ja schon aus anderen Posts wisst mag ich Hefeteig Schnecken sehr gerne. Als ich es nach Weihnachten endlich mal geschafft habe die In-Bäckerei “Zeit für Brot” in Köln-Ehrenfeld zu besuchen, hatten es uns dort die super-leckeren Hefeschnecken  am meisten angetan.  Dadurch angestachelt ist nun dieses Rezept für Ahornsirup-Walnuss-Schnecken entstanden. Ein  reichhaltiger, aber super leckerer Snack zum Kaffee, am besten noch lauwarm verzehrt. Da Rezept beruht auf meinem Grundrezept für Hefeschnecken.

Ahornsirup-Walnuss-Schnecken ( 8 Stück)

Vorteig (LM):
90 g Lievito Madre (aus dem Kühlschrank)
90 g Weizenmehl 550 oder 405
45 g Wasser warm
von Hand verkneten und 3-4 h bei 30°C, abgedeckt, stehen lassen, sollte sich in dieser Zeit mindestens verdoppelt haben.

Hauptteig:
Vorteig
300 g Weizenmehl 550 oder 405
50 g Weizenvollkornmehl
250 g Milch (lauwarm)
75 g Zucker
5 g Salz
2 Messerspitzen gem. Kardamon
4 g Hefe
100 g Butter (später zugeben)

Füllung:
40 g zerlassene Butter
40-50 g Zimtzucker
120 g geröstete Walnüsse grob gehackt
(Haselnüsse schmecken auch )

Zum Bestreichen: 1 Eigelb/ 2 EL Milch
Ahornsirup

Alle Zutaten des Hauptteigs, bis auf die Butter, mischen und 3 min langsam, 6 min schnell kneten. Dann die Butter in Stücken zugeben und unterkneten. Teigtemperatur ca. 25-26 °C. Den Teig 1 h bei Raumtemperatur stehen lassen und nach 30 min einmal dehnen und falten. Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und zu einem Rechteck mit ca. 8-10 mm Dicke ausrollen,  dieses mit der weichen Butter bestreichen und dem Zimtzucker bestreuen und darauf die gehackten Walnüsse verteilen. Unbedingt die Walnüsse  vorher im Ofen bei 200°C, 5 min rösten, der Geschmacksunterschied ist riesig. Den Teig zu einer Rolle aufrollen (ca. 7 cm Durchmesser). Die Rolle in 8 gleiche Stücke schneiden und jeweils 4 davon in eine  gebutterte Kastenform setzen.

Ahornsirup-Walnuss-Schnecken

Die Ahornsirup-Walnuss-Schnecken nach der Stückgare

Die Schnecken ca. 45 min -1 h bei Raumtemperatur stehen lassen bis sie deutlich aufgegangen sind. Die Schnecken nun mit der Ei/Milchmischung bestreichen und noch mit etwas Zimtzucker bestreuen.  Dann ab in den auf 220 °C vorgeheizten Ofen. Die Temperatur direkt auf 180 °C reduzieren und in für 30-35 min backen. 5 min vor Ende der Backzeit mit Ahornsirup beträufeln.

Ahornsirup-Walnuss-Schnecken

Die fertigen Schnecken

Ahornsirup-Walnuss-Schnecken

Die Schnecken  auskühlen lassen, aber am besten in den ersten Stunden nach dem Backen genießen. Sie lassen sich auch sehr gut einfrieren.

Basics – Pizzateig

Pizza gehört zu den beliebtesten Essen in unserer Familie, insbesondere da sie ja jeder nach seinem Gusto belegen kann. Da selbst gemachter Pizzateig ein absolutes Muss für eine gute Pizza ist, möchte ich heute im Blog  mein ganz einfaches Standardrezept für Pizzateig vorstellen.

Pizzateig (für ca. 3 Bleche Pizza)

450 g Weizenmehl 550/405/ Typo 00
50 g Dinkelmehl
335 g Wasser handwarm
15 g Olivenöl
10 g Salz
ca. 3 g Hefe

Alle Zutaten gut verkneten (geht auch gut von Hand, in einer Schüssel mit dem Teigschaber), Teigtemperatur sollte ca. 25 °C betragen. Den Teig in eine verschließbare Wanne oder Schüssel  geben und ca. 1 h bei Raumtemperatur abgedeckt gehen lassen, dabei zweimal dehnen und falten.

Dann den Teig abgedeckt  für mindestens 7 Std. bis zu 24 Std. in den Kühlschrank stellen, er sollte sich  in dieser Zeit deutlich vergrößert haben. Den Teig in 3-4 Teile teilen ( je nach gewünschter Größe der  Pizza ) und die Stücke kurz rundwirken und dann 30 – 60 min abgedeckt entspannen lassen. Dann den Pizzaboden mit viel Hartweizenmehl dünn ausziehen und auf ein Backpapier legen. Nach Wunsch belegen und dann das Backpapier auf den sehr gut vorgeheizten Backstein oder ein heißes Blech  ziehen. Ca. 8-12 Minuten bei 260°C  (wenn der Ofen mehr schafft  dann gerne auch 300 °C..) so lange backen bis  den Rand schön gebräunt und kross ist. ( Die Backzeit hängt stark vom Ofen und vom Belag ab).

Hier als “Dünnele” also schwäbisch-badische “Pizza bianco ” belegt.

Baguettes – ein Rezeptvergleich

Bisher hatte ich mich noch nicht an das Backen von Baguettes rangetraut, ich dachte Baguettes sind bestimmt sehr kompliziert und schwierig selbst zu herzustellen. Nachdem ich in den letzten Wochen verschiedene Varianten durchprobiert habe muss ich sagen, es ist gar nicht schwierig und man bekommt recht leicht sehr gute Baguettes hin, die alles was die  meisten deutschen Bäcker so anbieten in den Schatten stellen.

Grundsätzlich habe ich die folgende Varianten ein gutes Baguette herzustellen gefunden und ausprobiert, bestimmt gibt es aber noch mehr Möglichkeiten:

  • Ohne Vorteig, mit langer kalter Führung des Hauptteigs: Präsidentenbaguettes nach ploetzblog  (Lutz Geißler)
  • Mit Vorteig (Poolish) und langer kalter Führung des Hauptteigs:
    48-h-Baguettes nach brotdoc 
  • Mit Vorteig (Paté Fermentée) und kurzer Führung:
    Baguettes mit Pate´ Fermentée nach J. Hamelman

Mit allen Rezepten habe ich gute Baguettes hinbekommen, die “Präsidentenbaguettes”  und die “48-h-Baguettes” sind  meiner Ansicht nach sehr ähnlich, deshalb bevorzuge ich die einfachere Variante der Präsidenetenbaguettes. Sie haben eine sehr elastische Krume und schmecken auch am nächsten Tag noch.  Die Baguettes mit kurzer Führung von Hamelman unterscheiden sich davon:  Die Krume ist weicher und “fluffiger”, geschmacklich sind sie sehr mild und lecker.

Hier nun das Rezept für die Baguettes nach J. Hamelman:

Rezept für 3 Baguettes

Vorteig (Paté Fermentée)
125 g Weizenmehl 550/1050 (5:1)
83 g Wasser (kühl)
2,5 g Salz
0,25 g Hefe
Alles gut verkneten , Teigtemperatur ca. 21 °C, 12-16 h bei Raumtemperatur stehen lassen.

Hauptteig:
Vorteig
375 g Weizenmehl 550/1050 (5:1)
248 g Wasser lauwarm
7,5 g Salz
6 g Hefe

Alle Zutaten nur kurz kneten ( 3 min langsam, 3 min schnell) um eine übermäßige Oxidation ( so Hamelman) zu vermeiden . Teigtemperatur ca. 24 °C. Den Teig in einer Teigwanne oder -schüssel, abgedeckt 2 h bei Raumtemperatur gehen lassen, dabei nach  30 und 60 min  jeweils einmal Dehnen und Falten. Nach dieser Stockgare den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und in 3 gleich große Teile aufteilen. Diese, ohne zu viele Gärgasblasen zu zerstören etwas flach drücken und aufrollen. Die Rollen ca. 15 min abgedeckt  ruhen lassen. Nun daraus die Baguettes formen ( Ich erspare mir eine Beschreibung, am besten lernt man dies aus einem Video: z. B. hier von brotdoc Björn Hollensteiner). Die fertigen Baguette-Teiglinge zwischen Bäckerleinen/bemehlten Geschirrtüchern 1 h bei Raumtemperatur gehen lassen und dann bei 250°C im gut vorgeheizten Ofen, mit kräftigen Schwaden für 10 min backen, zum Ablassen der Feuchtigkeit die Ofentür kurz öffnen und dann bei 230°C für weitere 10-12 min fertig backen.

Man bekommt ein lockeres Baguette mit einer schönen groben Porung:

Noch etwas zum Thema Mehl: In Frankreich werden Baguettes mit Mehl der Bezeichnung T65 gebacken, wenn ihr das zu Hand habt benutzt es. Ansonsten ist eine 5:1 Mischung aus 550er und 1050er ein sehr guter Ersatz. Ich benutze in letzter Zeit eine Mischung 5:1:1 aus 550er/1050er und Typo 0 … d.h. man kann mit unterschiedlichen hellen Weizen- oder Dinkelmehlen gute Baguettes hinbekomme, der Experimentierfreude sind da wenig Grenzen gesetzt.