Buchrezension „Krume und Kruste“ von Lutz Geißler

Mein Mann Christoph hatte vom Becker Joest Volk Verlag das Buch „Krume und Kruste“ von Lutz Geissler kostenfrei erhalten. Schon auf den ersten Blick erkennt man, dass dies eher ein Buch für die Anfängerin ist – dafür taugt Christoph nun nicht mehr, aber ich um so mehr.

Schon beim Durchblättern fallen die vielen tollen Bilder auf und so habe ich mich kurz entschlossen ans Werk gemacht. Das Buch enthält neben einem kurzen Allgemeinteil 26 Rezepte von Brot über Brötchen bis Croissants.

Mein erstes Projekt waren Baguette, Ficelle und Boule. Das Rezept dazu erstreckt sich über 14 Seiten! Dank dem tollen Zeitplan, an den ich mich penibel gehalten habe, wusste ich genau, wann ich Backen musste und konnte mir alles gut einteilen. Ich habe gleich die doppelte Menge genommen, Mehl gibt es in unserer Backstube ja genug. Am Anfang war ich etwas irritiert, mit welcher Genauigkeit Lutz Geißler Mengenangaben macht, 461g Weizenmehl 550 entspricht normalerweise nicht meinem etwas pragmatischeren Vorgehen. In diesem Fall habe ich mich aber an alles gehalten und das hat sich gelohnt. Ich fand die Bilder zum Dehnen und Falten sehr hilfreich und konnte so aus einem Teig 3 verschiedene, tolle Endprodukte herstellen. Irgendwie habe ich es geschafft genug Spannung in die Teiglinge zu bringen und schon nach 10 min Backzeit war mein Boule super hoch aufgegangen. Also den Text nur als Anhaltspunkt nehmen und das Buch als Bilderbuch nutzen, das klappt super. Mein Brot hatte eine gute „Krume“ und die „Kruste“ war schön kross, geschmeckt hat es auch.

Mein zweiter Versuch war das Weizensauerteigbrot, vor dem mein Mann mich ausdrücklich gewarnt hatte. Hier braucht man im Gegensatz zum Baguette und Co. auch Anstellgut. Auch hier habe ich mich akribisch an Mengen-, Temperatur-, Zeitangaben und vor allem die Bildanleitung gehalten und habe mit der warmen Stückgare innerhalb von 24h ein tolles helles Brot produziert. Meinem Geschmack entsprach am Ende das Boule mehr, es war irgendwie saftiger. 

Fazit: Tolles Buch für den ambitionierten Anfänger, man braucht viel Equipment aber das Ergebnis ist wirklich sehr ansprechend. Also empfehlenswertes Buch mit spitzen Fotos, ein echter „Helfer“ zu einem kleinen Erfolgserlebnis. Vielen Dank an Lutz Geißler!

Letzte Anmerkung: Der Sinn des Mengenrechners, der im Buch beworben wird, erschließt sich mir nicht wirklich da portionsbezogene Einkaufslisten bei Brotrezepten zu seltsamen Ergebnissen führen: z.B.: Dinkelvollkornbrot für 3 Personen braucht 1803 g Mehl ….

Weitere Buchrezensionen

Gastbeitrag: Auberginen-Feta-Dip wie es ihn bei den Backkursen gibt

Heute gibt es auf vielfachen Wunsch der Backkursteilnehmer das Rezept für den Auberginen-Feta-Dip meiner Frau Nicole, den in den letzten Monate alle Backkursteilnehmer geniessen durften.

Frische Zutaten, in. guter Qualität sind das Wichtigste!

Auberginen-Feta- Dip

2 mittelgroße Auberginen
1 Päckchen Schafskäse Feta (150-200g)
2 Knoblauchzehen
3 EL Joghurt 10%
Glatte Petersilie (etwa eine Hand voll)
Optional: Salz, Pul Biber scharf (türkisches Gewürz)

Auberginen mit einer Gabeln mehrfach einstechen und auf dem Grill (oder unter dem Backofengrill) 30 min backen, dabei mehrfach drehen, bis sie von selbst zusammenfallen. Auberginen abkühlen lassen, Strunk abschneiden, der Länge nach halbieren und das innere der Aubergine von der verbrannten Schale mit Hilfe eines Löffels ablösen. Auberginenmasse etwas kleinschneiden und in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Danach pürieren, den zerbröselten Schafskäse, die klein geschnittene Petersilie, den geriebenen Knoblauch und das Joghurt zugeben und gut vermengen. Nach Geschmack mit Salz (kommt auf den Schafskäse an) und ggf. etwas Pul Biber würzen.

Schmeckt natürlich am besten zu einem hellen Weizenbrot wie z.B. Ciabatta, Baguette oder natürlich auch auf einer Scheibe leckerem Ovend Brut.